18. Oktober 2009: Festveranstaltung zum 100. Geburtstag
Musikalisches Motto des Nachmittags: Wer möchte nicht im Leben bleiben!
Das Programm können Sie hier nachlesen.
Impressionen von der Veranstaltung
Musik, Film und Wort ... ein spriziger Nachmittag! Im Bild:
- Barbara Kellerbauer,
- die Frau des Komponisten, Ina Schwaen,
- und das Neue Berliner Sinfonieorchester mit Dirigent Herklotz und Geiger Shibata.
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Ich kann nichts anderes? Wirklich?
Der Nachmittag stand unter dem Motto »Ich kann nichts anderes ...«. Das war ironisch gemeint und wurde treffend widerlegt. Die Veranstalter präsentierten eine lockere Collage aus Musik, Film und Wort. Mit dabei im Gespräch die Frau des Komponisten, Ina Schwaen.
Durchs Programm führte ... Barbara Kellerbauer
Präsentiert wurde die Veranstaltung von der bekannten Chansonsängerin Barbara Kellerbauer. Sie moderierte sehr persönlich und mit Schwung und leitete gekonnt zwischen den einzelnen Beiträgen über. Dabei brachten sie und Ihre Mitstreiter viele treffenden Sätze und Bonmots von Kurt Schwaen zu Gehör. Der hat Humor, der Mann! Sehr aufschlussreich auch das lockere Gespräch mit Ina Schwaen, der Frau des Komponisten. Da wurde wieder einmal klar: Hinter einem genialen Mann steckt meist eine starke und patente Frau!
Eine weite Reise - das kann man laut sagen!
Spannend waren die vielen Filmausschnitte aus dem Film »Kurt Schwaen - Eine weite Reise«. Sie zeichneten Stationen seines Lebens nach und führten bis in seine Heimatstadt Katowice. Gedreht wurde der Film 2001 unter Mitwirkung des Komponisten. Mit dabei: einmalige historische Aufnahmen, die Kurt Schwaen u.a. bei Proben mit Kindern zeigen. Nicht umsonst zählte die Kindermusik zu seinen bevorzugten Genres.
Musik: Kurt Schwaen, Interpret: Neues Sinfonieorchester Berlin
Für den musikalischen Teil sorgte das Neue Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Chefdirigent Gerd Herklotz. Besonders hervorzuheben: Solist und Geiger Yoshiaki Shibata, der beim Concertino für Violine und Streichorchester von Kurt Schwaen glänzen durfte. Es erklang - natürlich - Musik von Kurt Schwaen. Musik, die sich ins Ohr schmeichelt - »ohne Kratzer wie bei Katzer«.
Kaffee, Kuchen und Wein
In der Pause konnten sich die Besucher an Kaffee, Kuchen oder auch Wein laben. Wir wissen, dass der Komponist selber stets für einen guten Tropfen zu haben war. Mit im Publikum übrigens der bekannte Radiojournalist und Musikkritiker Peter Gugisch mit Frau. Ob er auch ein Glas Wein getrunken hat, wissen wir nicht.
Wer möchte nicht im Leben bleiben?
Zum Schluss sang das Publikum mit dem Orchester gemeinsam: »,Wer möchte nicht im Leben bleiben« aus dem Film »Sie nannten ihn Amigo«. Ein Ohrwurm, der noch lange nachklang. Es war ein gelungener Nachmittag. Auch dem Komponisten hätte es mit Sicherheit gefallen! Einem Komponisten, der noch bis ins hohe Alter Musik geschrieben hat - einfach deshalb, weil sie gebraucht wurde!
Johann-Christian Hanke
